Ein ehemaliger Athenaeer, gebürtiger Altländer und Elbefachmann gibt spannende Einblicke in die Arbeit am und für den Fluss Elbe. Vor dem Vortrag wird er vom Athe-Jugendreporter Julius Kamper zu Erinnerungen an die Schulzeit und zur beruflichen Laufbahn befragt.
Prof. Dr. Henrich Reincke war schon immer mit der Elbe verbunden.
Seine Eltern hatten einen Obsthof in Hollern, wo er als Schüler
natürlich auch mitarbeiten musste. Der Fluss lag sozusagen vor der
Haustür. Er erzählt, dass schon damals viele große Chemiebetriebe
an der Elbe lagen, die ihr Abwasser einfach in den Fluss leiteten.
Aber er hatte, wie jeder normale Neuntklässler, andere Sorgen. Zum
Beispiel sollte man sich möglichst nicht bei einem seiner Ausflüge
zu „Omi Behrend“, wie der kleine Tante-Emma Laden neben dem Athe
genannt wurde, erwischen lassen, wenn man nicht einen Besuch beim
„Direx“ und eine Verwarnung kassieren wollte. In diesem Fall
konnten die Lehrer auch mal ungemütlich werden, meint er. Sonst
verbindet Reincke vor allem gute Erinnerungen mit seiner ehemaligen
Schule. Er habe tolle Lehrer erwischt, die er sogar teilweise von
der siebten bis hin in die 13. Klasse behalten durfte, und sich
wohl gefühlt an seiner Schule. Deswegen habe er auch gleich
zugesagt, als die Anfrage des Athenaeums kam, ob er nicht einen
Vortrag halten wolle.






