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News von den Athereportern: Mythos Athenaeum

"Vom Klang des Lernens"

von Johanna Fischer, Jahrgang 11

Am 21. Januar trafen sich in den ersten drei Stunden in der Aula des Athenaeums einige Kurse und AGs aus dem 10. und 11. Jahrgang, um mit dem Komponisten Sandeep Bhagwati über die Gestaltung der Räume am 15. Juni zu sprechen.
Zuerst stellte Herr Bhagwati seine Ideen und Gestaltungskonzepte vor. Insgesamt sollen in zwölf Räumen verschiedene Klanginstallationen, Vorführungen, belebte Ausstellungen und vieles mehr entwickelt werden. Für zehn der zwölf Räume gab es schon genauere Planungen, für die restlichen Räume wurden Ideen gesammelt.

In der Aula wird es vermutlich eine historische Ausstellung mit vielen über die Jahrhunderte gesammelten Objekten und Dokumenten geben. Es soll allerdings nicht einfach nur eine "Ausstellung" sein, sondern diese soll u.a. durch "Living Pictures" belebt werden. Zusätzlich wird in der Aula auch noch eine große "Zeiten-Treppe" aufgebaut, auf der ein DS-Kurs verschiedene Epochen, die das Athe durchlebt hat, in Form eines Tanztheaters mit speziell bearbeiteter Musik darstellen wird. Außerdem soll ein Prüfungsraum gestaltet werden, in dem vielleicht zeitweise Schüler sitzen oder in den sich die Besucher setzen können und mithilfe von typischen Geräuschen, die während einer Klassenarbeit entstehen, ihre eigene Schulzeit wieder erleben können. Zusätzlich könnte das Sekretariat und Rektorat in historischer Weise besonders umgestaltet werden. Auf den ersten Blick sollen diese Räume ganz normal wirken, doch bei genauerem Hinsehen wird auffallen, dass der Raum aus einer anderen Zeit stammt. So könnte z.B. ein alter Kalender auf dem Tisch stehen oder ein Computer mit einer Tastatur aus Sütterlin-Buchstaben.

Auf der Haupttreppe im Altbau kann von den Besuchern die 425-jährige Geschichte des Athenaeums noch einmal nachempfunden werden. Auf die senkrechte Seite einer Stufe werden die jährlichen Ereignisse im Athenaeum zu sehen sein und auf der waagerechten Seite die dazu passenden historischen Ereignisse.
Auf dem Schulhof könnten alte Grundrisse der Stadt Stade gemalt oder befestigt werden, auf denen die Lage des Athenaeums markiert wird. Außerdem sollen über den Satz: „Quod licet Iovi, non licet bovi“, was so viel heißt wie: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt“, Ideen gesammelt und Auseinandersetzungen in verschiedenster Weise geführt werden. Es soll z.B. über diesen Spruch, der früher am alten Haupteingang stand, ausführlich diskutiert und Ergebnisse in Form von Texten oder Zeichnungen dargestellt werden.

Im Forum wird es das sog. „MusiNaeum“ geben, deren Leitung Schülerinnen übernehmen wollen. Dort können verschiedene Musikgruppen das gleiche Musikstück von Herrn Bhagwati komponiert auf unterschiedliche Art und Weise aufführen. In den Lesenischen neben der Bibliothek findet die Aktion „MySpace @ Athe“ statt. Dort können Schülerinnen und Schüler allein oder mit einer Gruppe ihre persönliche Nische nach ihren eigenen Ideen gestalten.
Wer Interesse daran hat, kann noch bis zum 1. April Vorschläge einreichen. Dann soll es noch im Keller unter der Haupttreppe ein installatives Café geben, in dem vermutlich besondere Kekse und anderes Gebäck in besonderen Formen angeboten werden. Ebenso soll das Cafépersonal aus Schauspielern bestehen.

Der letzte Vorschlag von Herrn Bhagwati war es, eine so genannte „Kampfzone“ im Lehrerzimmer zu entwerfen. Die Namen von möglichst allen Lehrern, die jemals am Athenaeum unterrichtet haben, sollen auf Kleiderbügeln zu finden sein, unter denen die Besucher dieses Raumes hindurchgehen müssen. Zusätzlich sollen Dokumente aus z.B. alten Klassenbüchern oder auch Internetforen, auf denen Lehrer bewertet werden können, gesammelt und ausgestellt werden, in denen es um „Kämpfe“ bzw. Auseinandersetzungen zwischen Lehrern und Schülern geht.

Nachdem Herr Bhagwati uns seine Ideen vorgestellt hatte, konnten auch wir eigene Vorschläge machen. Eine Schülerin der 10. Klasse hatte z.B. die Idee, über die Jahre gesammelte Sprüche von Lehrern in irgendeiner Art und Weise darzustellen. Außerdem gab es den Vorschlag, dass die Besucher entweder im Prüfungsraum oder in einer richtigen Unterrichtsstunde sich an die Tische setzen und mitmachen können. Von einer anderen Schülerin kam dazu noch die Anregung, hierbei auch Unterricht, wie er früher abgelaufen sein könnte, nachzuspielen. Es gab einige weitere Vorschläge, z.B. könne man in alten Schülerzeitungen und Klassenbüchern nachsehen wie die Sprache der Schüler sich im Laufe der Zeit verändert hat. Ein anderer Schüler äußerte die Idee, auf dem düsteren Dachboden der Schule verschiedene Ereignisse des Athenaeum wie z.B. den Wasserschaden im B-Trakt darzustellen. Allerdings gab es hierzu Bedenken, ob auf dem Dachboden die Sicherheit und der Brandschutz der Besucher gewährleistet sind. Zum Schluss gab es noch den Vorschlag auch über Abi-Rituale im Laufe der Zeit und die sogn. "Chaotentage" in verschiedenster Weise zu reflektieren.
Die verschiedenen Kurse sowie die Geschichts-AG trafen sich im Anschluss kurz, um darüber abzustimmen, welches Thema oder welchen Raum sie am liebsten gestalten wollen. Danach wurde dieses im Plenum besprochen.

Herr Bhagwati sagte zum Abschluss, dass er sehr glücklich über die bisher zusammengetragenen Ideen sei.

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