Kultur pur!
Bücher in der Schatzkammer, Filme mit Süßigkeiten, Reisen zum
Miterleben, Lesungen, Zeitzeugenberichte, Workshops und Vorträge:
so vielfältig ist der Kulturtag am Athenaeum.
Die rasenden Athereporter berichten und fotografieren: Adriana Dinter (9l2), Joshua Minow (9l1), Lena Pape (9f2), Melina Umland (9l2) und Malin Uther (9f2).
1. „Reisen ans Ende unserer Welt – Nordeuropa und Arktis“ und Quiz
zum Vortrag unter der Leitung von Arne Rüter.
Vielleicht hat das Thema nicht sofort alle Schüler angesprochen,
aber es gibt einen überraschend interessanten Vortrag mit viel
Hintergrundwissen und vielen selbst gemachten Bilder – leider aber
auch viel zu früh…

2. Eins, zwei, oder drei – Wissensquiz, durchgeführt von den
Lehrkräften Grewe, Radwan und Larisch
Haben die Schüler am Ende des Schuljahres schon genug von
„Ratespielen “? Nicht viele Leute trauen sich zu, etwas zu wissen,
aber die Teilnehmer haben dann doch viel Spaß.

3. Führung durch die Schatzkammer der historischen Bibliothek unter der Leitung von Andrea Helmers
Frau Helmers zeigt sehr alte Bücher, für deren Herstellung 150
Kälbchen geopfert wurden, wie sie erzählt

4. Australien: Reisen ans andere Ende der Welt unter der Leitung von Julia Behrens
Etwas später am Tag und am anderen Ende der Welt sind auch schon deutlich mehr Zuhörer in der Aula und lauschen den spannenden Geschichten über Australien.

5. Kinoprogramm im E-Bau mit Süßigkeiten
Das beste am Film!!!? Süßigkeiten wurden für die jungen Zuschauer
bereitgestellt, besser als im Richtigen Kino.

6. „Wie der Mensch Sprache lernt“ – Workshop von und mit Prof. Dr.
Malte Zimmermann
Selbst am Freitagnachmittag raffen sich 20 gespannte
Workshop-Teilnehmer ins Athenaeum auf, um von Prof. Dr. Malte
Zimmermann zu erfahren, „wie der Mensch Sprache lernt“. Belohnt
werden sie mit vielfältigen Informationen und einigen praktischen
Beispielen und Übungen zu den Fragen, was, wie und wann ein Mensch
das unbewusste Wissen Sprache lernt. So werden nicht nur
Pluralformen zu Nonce-Wörter wie „Terk“ gebildet sondern auch
vermeintlich typisch deutsche Nonsens-Wörter entlarvt. Ein
interessanter Workshop, der die so alltägliche und vertraute
Sprache als spanndendes Mysterium zeigt.

7. „Ich lese nicht, ich denke selbst“ Eine weltanschauliche
Essaysammlung von Christoph Duwe
„Die Dummheit der breiten Masse ist niederschmetternd“, so die
Worte von Christoph Duwe bei seinem Vortrag im Rahmen des
Jubiläums. In seinem Buch, das er als Appell an den gesunden
Menschenverstand verstanden wissen will, kritsiert er unsere
Gesellschaft, Ethik, Politik, Kultur, Geschichte, Prominente und
Medien auf eine humorvolle Weise. Er beschreibt eigenen Ansichten,
Erfahrungen und Eindrücke in seinem Buch und nimmt selbst bei
Prominenten kein Blatt vor den Mund. Eine Diskussion nach dem
Vortrag blieb leider aus. Vielleicht musste das Publikum die
direkten und kritischen Meinungsäußerungen erst verdauen.

8. „Viele Wege führen nach Mekka – meien Lebensreise von Stade ins Morgenland“ von Dr. Peter Schütt
"Über Moskau nach Mekka", so heißt das selbst verfasste Buch von Dr. Peter Schütt, das er im Rahmen des Jubiläums am Kulturtag vorstellte. In seinem Vortrag, zu dem alle seine ehemaligen Mitschüler aus seiner Schulzeit am Athenaeum kamen, erzählte er von seiner Zeit am Athe, wichtigen Lebensereignissen, wie z.B. das Wechseln der Religion, die seinen Lebensweg prägten, aber auch von Personen, die besonders wichtig für ihn waren. Dabei herrschte eine für einen Vortrag lockere Stimmung, da sein Lebensreisebericht auf humorvolle Art und Weise geschrieben ist und Textpassagen wie das "Sommersprossengesicht" ein Grinsen ins Gesicht der Zuschauer zauberten.

9. Texte von Peter Rühmkorf – Lesung mit Ronald Finke
Zwei ehemalige Athenaer treffen aufeinander – wenn auch nur im
Geiste. In einer facettenreichen und fesselnden Lesung trägt Ronald
Finke, Abiturjahrgang 1991, Texte Peter Rühmkorfs, Abiturjahrgang
1951, aus seiner etwa fünfzigjährigen Schaffenszeit vor. Mit seiner
eindringlichen Stimme vermag es Finke Märchen, Essays und Gedichten
derart viel Leben einzuhauchen, dass die Zuhörer geradezu an seinen
Lippen hängen. Obwohl Referent und Schriftsteller nie die Chance
hatten sich kennenzulernen, wirkt die Lebendigkeit der Texte gerade
so als seien beide anwesend.

10. „Bulle im St. Pauli-Sumpf – wie die Mafia nach Deutschland kam“ – Zeitzeugenbericht von Peter Reichard
In einem erheiterndem Vortrag mit zählreichen persönlichen
Anekdoten referiert Peter Richard über die Wege, wie die Mafia nach
Deutschland, genauer nach St. Pauli, kam. Der ehemalige Athenaer
war damals schon für seine Showeinlagen berühmt. So parodierte er
zur 375-Jahrfeier der Schule einen im Publikum sitzenden Lehrer,
der zum Glück herzhaft darüber lachen konnte. Die sich
anschließende Frage nach seinem Berufswunsch, nämlich
„Kriminalbeamter“, verursachte ebenso schallendes Gelächter. Doch
er sollte Recht behalten. Viele Jahre war er als Kriminalpolizist
an der berühmten David-Wache im Hamburger Kiez an vorderster Front
im Einsatz. Die Motivation dafür zog er aus einem Schulausflug, bei
dem er sich mehr oder weniger unbemerkt der Lehreraufsicht
entziehen konnte und in der Nähe des berühmt berüchtigten
„Star-Clubs“ auf „abenteuerliche Typen“ stieß. Diese Vertreter der
„dunklen Seite“ faszinierten den Abiturienten des Jahrgangs 1966
derart, dass er sich fortan mit Wegen und Strukturen der
organisierten Kriminalität auseinandersetzte.



