Frau Buck (Physik und Chemie) meint,
dass die Ausstellung sehr beeindruckend ist, besonders weil durch
die vielen Künstler eine große Bandbreite an Kunstwerken vorhanden
ist.
Frau Schmidt (Chemie und Biologie) meint,
dass die 7 Künstler es ihr leicht gemacht haben einen Zugang zu
finden. Manche Werke waren für sie inspirierend, andere für sie
persönlich nicht so interessant. „Es muss auch nicht „schön“ sein
um den Zugang zu ermöglichen“. Besonders interessant war das Bild
„The teacher (Green dress)“ für Frau Schmidt, zum Hinhängen wäre es
ihr allerdings zu groß und zu kühl.
Frau Wagner (unterrichtet „fast alles“) meint,
dass die Ausstellung absolut genial ist. Zum einen wegen der
Frauenpower, aber auch wegen der Idee, dass ehemalige Schüler in
ihrer Heimat ihre Kunstwerke ausstellen. Der Erfolg der jungen
Künstler ist für sie sehr erfreulich, denn viele vn ihnen verkaufen
Werke und stellen auch europaweit aus.
Objekte, Kostüme, Gemälde, Plakate und Design-Produkte in einer Gemeinschaftsausstellung
Ein Bericht der Jugendreporter-AG
• Einführung und Erläuterungstexte: Adriana Dinter, Melina Umland
• Interview mit Till Muhl, Design: Julius Kamper (Der Blick in die
Zukunft)
• Interviews mit Gästen: Joshua Minow
• Fotos: Dinter, Umland, Post
Es ist Freitag, der dreizehnte, und ein bisschen schwer zu finden
ist das Kunsthaus schon, verdeckt hinter einem riesigen Baugerüst
und einer weißen Plastikplane. Trotz dieser Tatsachen haben sich
zahlreiche interessierte Besucher dort eingefunden um der Eröffnung
der letzen Jubiläumsveranstaltung des Athenaeums beizuwohnen.
Nicht nur für die anwesenden Lehrkräfte war diese Form der Kunst
etwas Neues, auch die Organisatoren des Veranstaltungsortes sind es
gewohnt, ihr Programm selbst zu wählen und waren über die Bitte
Horst Kohlmanns vorerst erstaunt. Zum ersten Mal stellen hier
Designer und zeitgenössische Künstler nebeneinander aus.
Nach einer kurzen Vorstellung dieser durch Herrn Kohlmann und
einigen metaphorischen Geschichten zur Einstimmung wurden die
Besucher auch schon entlassen, die Kunst auf eigene Faust zu
entdecken.

Alle nicht gerade Vater werdenden Künstler
erhalten das „Programm“ der Ausstellung.

Die Menge lauscht gebannt zwischen den Ausstellungsobjekten.

Eine bewundernswerte Frauenquote, die sich in den Gesprächen wiederspiegelt....

Drei schwarz-weiße Grazien...

Die Kunst im Vordergrund...

...für die sich (noch) niemand interessiert.

Wir wissen zufällig, wer die Flaschen leer getrunken hat.... (Herr Kohlmann, denken Sie noch mal über die Noten nach...)

Unser Favorit: Links in der Mitte.

Das erklärt sich jetzt selbst....
Der Blick in die Zukunft
Bequeme Sitzecken, die zum Entspannen einladen, Holzfußboden,
Bildschirme und große Fenster, die einen Panoramablick hinaus
ermöglichen, dazu Flügeltüren und auch von außen ein schnittiges
Design, was im ersten Moment wie eine Erfindung aus einem
Hollywood-Zukunftsfilm aussieht: Das hört eigentlich auf den
relativ unspektakulären Namen „Schwimmende Ruhezone für vier
Personen“. Und es ist auch keine Erfindung Hollywoods, sondern
entstammt der Feder von Till Muhl, Industrial Designer und
ehemaliger Schüler des Athenaeums, dessen Werke noch bis zum 29.
September im Kunsthaus Stade ausgestellt werden.
Die Zukunft spielt tatsächlich eine große Rolle in der täglichen
Arbeit des Designers, denn seine Produkte sind, wie fast alles, was
in irgendeiner Form gestaltet wird, für die Zukunft gemacht.
Jedenfalls, wenn sie gerade entwickelt werden. Später, nachdem sie
ihren Weg auf den Markt schon gefunden haben, sind sie zu Produkten
der Gegenwart geworden, die möglichst den aktuellen Geschmack der
Kunden treffen sollen. Und genau da liegt die Schwierigkeit des
Industrial Designs: Till Muhl und seine Kollegen müssen Produkte
designen, die dem Endkunden in drei oder mehr Jahren gefallen und
ihn zum Kauf anregen sollen. Da muss man die Entwicklung des
Designs in den Jahren davor genau beobachten und auch mal „in die
Zukunft sehen“, wie Till erzählt. Wie soll der Wasserhahn aussehen,
der den Leuten in drei Jahren gefällt? Wie die Küchenausstattung,
von der Waage bis zum Wasserkocher? Und wie der Mp3-Player, der
sich auch zum joggen eignet?
Doch nicht so, wie man vielleicht denken würde, geht es beim
Industrial Design nicht in erster Linie um Schönheit des Produktes.
„Das gestaltete Produkt soll nicht schön sein, sondern praktisch
und funktional.“, erzählt Till. Wichtiger als das Aussehen eines
Alltagsgegenstandes sei die Frage, was im Alltag im Umgang mit
diesem Produkt schief laufe und was man besser machen könne. Und
dafür ist einiges an Recherche notwendig. So schaute sich Till bei
der Entwicklung eines Pinsels für Haar-Stylisten stundenlang Videos
im Internet an, besuchte Friseursalons, beobachtete genau, wie die
Produkte benutzt werden und stellte sich immer wieder die Frage:
Was kann man an dem Design besser machen, damit der Kunde es gerne
benutzt? Die Verbesserungsmöglichkeiten sind vielfältig: Ob die
Benutzerfreundlichkeit verbessert oder die verwendeten Materialien
reduziert werden sollen, in fast jeder Sache steckt noch Potential.
Nach seinem Abschluss als Diplom Industrial Designer an der HBK
Braunschweig 2006 arbeitete Till sechs Jahre lang in einer
Designagentur in Hamburg, eine sehr vielfältige und
abwechslungsreiche Arbeit, bei der fast jede Woche etwas anderes zu
gestalten war. Von der Brotdose für eine norwegische Start-up-Firma
über einen Gasgrill bis hin zu Wasserhähnen gestaltete der heute
36-Jährige viele alltägliche Gegenstände für ganz unterschiedliche
Kunden. Diese kommen oft schon mit einer konkreten Vorstellung für
ein neues Produkt auf den Designer, oder besser gesagt seine
Agentur, zu und geben technische Details und andere Richtlinien
vor. Denn auch das innovativste Design muss sich zum Beispiel an
Sicherheitsvorschriften halten. Vom ersten Treffen, dem sogenannten
„briefing“ bis hin zur Markteinführung des Produktes können schon
einmal mehr als drei Jahre vergehen, in denen der ein oder andere
Entwurf auch mal verworfen wurde. Denn die technischen
Vorstellungen der Ingenieure, die bei der Firma arbeiten und die
gestalterischen des Designers lassen sich oft nicht unter einen Hut
bringen, was auch daran liegt, dass man in der Agentur nicht den
direkten Einfluss auf die Entwicklung des Produkts hat.
Als fest angestellter Designer direkt bei der Firma sei das anders,
erklärt Till Muhl, der seit Anfang des Jahres bei der Jungheinrich
AG arbeitet. Dort konzentriere man sich auf ein Projekt bei seinem
Arbeitgeber, an dem man die ganze Zeit über arbeite. Die Vielfalt
wie in einer Agentur ist dort zwar nicht so gegeben, dafür sitzt
Till dort direkt mit den Ingenieuren an einem Tisch und kann mit
ihnen zusammen entwickeln. Aktuell arbeitet er mit seinem Team an
einem Gabelstabler, der es einmal auf den Markt schaffen soll. Wie
dieser dann am Ende aussehen wird, ist noch nicht klar, fest steht
nur, dass es dem Kunden in drei Jahren einmal gefallen soll.
Und dafür müssen Till und sein Team noch viel in die Zukunft
blicken.














