Mittlerweile hat sogar die UNESCO ein Schulbibliotheksmanifest
herausgegeben. Dies zeigt die Wichtigkeit einer Schulbibliothek für
das Schulgeschehen und deshalb beschäftigen sich nun die
Athereporter mit unserer Bibliothek. Für diejenigen, die es noch
nicht bemerkt haben, die Bibliothek ist im oberstem Stockwerk im
C-Bau.
Erst einmal soll geklärt werden, wozu es solche Schulbibliotheken
überhaupt geben soll und was so eine Einrichtung enthalten soll.
Sie sind dazu da den Schülern Informationen zu teil werden zu
lassen, damit diese in unserer Gesellschaft erfolgreich arbeiten
können. Die Schüler erhalten die Fähigkeit zum lebenslangem Lernen,
sie regen ihre eigene Fantasie an und somit auch die Fähigkeit zu
einem Leben als verantwortungsvoller und miterlebender Bürger. Sie
werden dadurch zu kritischen Denkern erzogen. Wenn Bibliothekare
und Lehrer zusammenarbeiten, verbessert sich die Schülerkompetenz
beim Lesen, Schreiben, Lernen und Problemlösen. Die Bibliothek muss
im Einklang mit den Lehrplänen der Schule stehen. Die
Schulbüchereien sollen also die Freude am Lesen entwickeln und
erhalten. Informationen werden gegeben; Bücher werden gebraucht für
Wissen, Verständnis, Fantasie und Vergnügen der Schüler. Der Umgang
mit Medien wird unterstützt und Informationen aus unterschiedlichen
Quellen sind für alle zugänglich.
Daneben soll das kulturelle und soziale Bewusstsein geschult und
die Auffassung, dass intellektuelle Freiheit unabdingbar für
Demokratie ist, verbreitet werden. Für die Vermittlung dieser
Kompetenzen sind auch die Schulbibliothekare zuständig.
In unserer Schulbibliothek gibt unterschiedlichste Medien in großer
Menge. Vorne befinden sich Jugendbücher, Romane aus
unterschiedlichen Genres, historische Romane genauso wie Harry
Potter und sogar ein Star-Wars Buch. Auch Jugendsachbücher gibt es
dort genauso wie Comics. Im hinteren Teil findet man Belletristik
in unterschiedlichen Bereichen, Altmodisches wie „Der Fischer und
das Meer“(1952) und Neueres wie der Science-Fiction Thriller
„Nemesis“. Auch gibt es z. B. ältere Novellen wie „Die
Judenbuche“(1842).
Der größte Teil der Bibliothek wird von Sachliteratur aus
unterschiedlichen Bereichen eingenommen, da es eine Schulbibliothek
ist, die zum Lernen da ist. Der Sachliteraturteil ist durchaus gut
bestückt. Es gibt einige Regale über Geschichte, Chemie, Biologie
und eigentlich alle anderen Abiturfächer. Allein Geschichte ist in
vier Regalen vertreten, deren Inhalt alles von den Ägyptern bis in
die Neuzeit abdeckt. Die Bestände ergänzen vor allem für
Abiturienten hervorragend Schulbücher und Lehrmaterialien. Im 21.
Jahrhundert soll eine Bibliothek nicht nur aus verstaubten Büchern,
sondern auch aus modernen Medien wie CDs und DVDs bestehen. An
derartigen Medien mangelt es unserer Bibliothek allerdings. Dass
wir im Computerzeitalter sind, kann man immerhin an drei Computern,
die die Schüler zu unterrichtsbezogenen Themen benutzen dürfen,
erkennen. Der Bestand muss natürlich ständig erweitert werden.
Wissenschaftlich veraltete Werke und Romane mit veralteten
Vorstellungen sollen aussortiert werden. In diesem Bereich ist
unsere Bibliothek im grünen Bereich. Auch ganze Regale voller
Ordner mit Zeitschriften wie „Der Spiegel“ verstauben dort oben.
Aktuellere Zeitschriften liegen noch nicht so verstaubt in einem
Aushängekasten.
Unsere Schulbibliothek ist, zusammengefasst gesehen, sehr gut
ausgestattet und kann den Schülern bei Recherchearbeiten sicherlich
zur Seite stehen. Selbst wenn die Bibliothek mal keine Antwort
parat haben sollte, kann man im World Wide Web dennoch auch von der
Bibliothek aus sämtliche gewünschtem Informationen bekommen. Davon
abgesehen findet der nach Abwechslung suchende Schüler durch die
Unterhaltungsliteratur und Comics Möglichkeiten, selbst in der
sonst für uns manchmal „ununterhaltsamen“ Schule ein wenig
Vergnügen…
Also ab in den C-Bau!
Lesen!
News von den Athereportern: Lesen! Schulbibliothek!
von Michael Gisbrecht



