Die kleinen, nur wenige Gramm schweren Flugzeuge sind in
Norddeutschland kaum bekannt.
Doch nun finden sie am Athenaeum größere Beachtung.
Jugendreporterin Luise Kranzhoff ist am „Tag der offenen Tür“
dabei, als Gerhard Wöbbeking, der in diesem Sport selber
erfolgreich war und jetzt auch als Juror tätig ist, aus Hamburg zu
Besuch kommt.
Saalflug wird vorwiegend in Bayern und im Saarland betrieben, wo
auch die Wettbewerbe auf diesem Gebiet stattfinden. Es geht darum,
Modelle zu bauen, die möglichst lange in der Luft bleiben. Dazu
müssen sie besonders leicht sein. Durch das Balsaholz, aus dem sie
bestehen, haben sie nur ein Gewicht von wenigen Gramm. Ein Gummi
treibt einen Propeller an, sodass die zarten Flugzeuge durch die
Luft schweben und ihre Kreise durch die Turnhallen ziehen, in denen
die meisten Wettbewerbe stattfinden.
Den Sport gibt es schon seit 150 Jahren und um 1930 fanden die
ersten richtigen Wettbewerbe in den USA statt.
Der aktuelle Weltrekord liegt bei fast 40 Minuten. Amtierender
Weltmeister ist Lutz Schramm.
Durch Zufall war Dr. Helmut Schneider, Mathematik- und Chemielehrer
an unserer Schule, auf diesen Sport gestoßen und hatte sich
informiert. Seit ein paar Wochen bauen nun einige Schüler unter
seiner Aufsicht an ihren Modellen. Noch sind sie alle unerfahren
und erstellen ihre Flugzeuge aus Baukästen mit einfachen
Anleitungen. Ein Flugbauingenieur, der bei Airbus arbeitet und in
seiner Freizeit Modellflugzeuge baut, steht ihnen dabei zur Seite.
Der Modelle, an denen gebaut werde, würden, wenn sie fertig seien,
schon sechs bis sieben Minuten in der Luft bleiben, berichtet Herr
Schneider stolz.
Noah C. ist schon stolzer Besitzer eines Saalflugmodells.




