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  1. 2013

Erdkunde – ein langweiliges Fach? Keineswegs!

von Adriana Dinter und Melina Umland

Am 17. April kehrte der Geowissenschaftler Herr Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge anlässlich des Jubiläums an seine ehemalige Schule zurück und informierte in einem spannenden Vortrag über die Zusammenhänge von Klimawandel und Urbanisierung. Die Jugendreporterinnen Adriana Dinter und Melina Umland hatten Gelegenheit, dem Referenten vorab etwas auf den Zahn zu fühlen, und erfuhren auf diese Weise einiges über seine Schulzeit am Athenaeum und seinen Werdegang.
Alex. So hieß Irene Pepperbergs Graupapagei, an dem über 30 Jahre lang die Sprachfähigkeit von Tieren erforscht wurde. So hieß Prof. Dr. Oßenbrügges Graupapagei nicht. Der hieß Theo. Sprechen konnte er aber auch.
Als Alex geboren wurde, hatte Prof. Dr. Oßenbrügge sein Abitur schon seit vier Jahren in der Tasche – nämlich seit 1972 - und war erfolgreich dabei, hintereinander einige Semester Geschichte, Politik und Volkswissenschaftslehre zu studieren. Am Ende entschied er sich aber doch für den Lebensweg als Geografieprofessor. Überraschend, denn noch auf dem Athenaeum habe er Erdkunde für ein eher langweiliges Fach gehalten – bis er einen neuen Lehrer bekommen habe. Herrn Linkewitsch. Dieser habe zu einer neuen Generation von Lehrern gehört und band aktuelle Themen in den Unterricht ein.

Diese spielten für den ehemaligen Athenaeer in der Schulzeit sowieso eine große Rolle. Ob es die Einrichtung einer Schülervertretung, die Lieferung eines Packen Mao-Bibeln oder einfach der Streit mit dem damaligen Schuldirektor war – gerne habe man damals als Schüler die konservativen älteren Lehrer provoziert.
Selbstständigkeit – wenn auch nicht ganz in der Form, in der er sie selbst damals praktizierte – sei ihm auch bei seinen eigenen Studenten wichtig, so der Geografieprofessor. Viele Studenten würden eine Art Rezept für ihr Tun verlangen. Querdenken, kreativ und souverän zu sein, das ist das, was er ihnen jedoch eigentlich vermitteln möchte.
Während sein Jüngster noch sucht, sind seine beiden Töchter bereits sehr eigenständig in die Niederlande gezogen – hauptsächlich wohl wegen der Jungs, so der amüsierte Vater.
Auch seine Eltern ließen ihm viele Freiheiten, selbst zu entscheiden (trotz kleiner Diskussionen über den Militärdienst), so dass er zu dem werden konnte, was er heute ist. Ein Referent an seiner ehemaligen Schule, dem Gymnasium Athenaeum Stade.

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