Sie sind hier :
  1. 2013

Erneut wird das Athenaeum Ideenexposchule

Dr. Hans-Otto Carmesin zur Ideenexpo 2013: Innovative Projektarbeit

Ein Team von sieben Schülern dieses Gymnasiums und ein weiteres vom Gymnasium Bremervörde wird vom 24. August bis zum 1. September 2013 auf der Ideenexpo in Hannover ein Projekt vorstellen. Mit dabei: Luise Kranzhoff und andere Jugendreporter. Dr. Hans-Otto Carmesin, der auch im Rahmen von Jugend forscht dafür zuständig ist, wird sie als Betreuer begleiten.

Vom „glibbrigen Zeug aus den Windeln“ zum „Solar3-Projekt“:
Vor zwei Jahren ging es darum, einen stark absorbierenden Kunststoff mit dem Namen Polyacrylat in den Boden einzubringen, um dadurch Erosion zu verhindern. Dieser kann das 200-fache seines Eigengewichts an Wasser aufsaugen. Bei Regen absorbiert er das Wasser und bindet gleichzeitig die Erde.
Bei der jetzigen Arbeit ist auch technisches und physikalisches Denken gefordert. Energie durch die Sonne zu gewinnen, ist ein noch nicht ganz wirtschaftliches Projekt in unseren Breitengraden. Die Sonne scheint nicht immer und kann so gerade auch im Winter den Energiebedarf kaum vollständig decken. Zwar erreichen Solarzellen der dritten Generation einen relativ hohen Wirkungsgrad, aber wenn die Sonne sich hinter Wolken versteckt, können auch sie nicht viel ausrichten.

Daher hat das neue Projekt des Athenaeums auf der Ideenexpo 2013 das Ziel, zur „Lebensfähigkeit“ der Solarenergie im mitteleuropäischen Raum beizutragen. Eine Linse fokussiert das Sonnenlicht auf die Solarzelle. Dabei werden hohe Temperaturen erreicht. Damit die Zelle nicht kaputtgeht, führt eine Wasserkühlung in Form eines Rohres unter dem Modul hindurch. So kann thermische und elektrische Energie genutzt werden. Eine Nachführung richtet die Anlage immer so aus, dass das Sonnenlicht orthogonal auf die Linse fällt. Auch im Winter sollte durch die Fokussierung eine ausreichende Energiedichte erreicht werden, damit Energie nutzbar gemacht wird.

Dem Betreuer des Ideenexpoteams, Dr. Hans-Otto Carmesin, liegt der Besuch der Ausstellung sehr am Herzen. Er lobt die Möglichkeiten für Schüler, die durch das Engagement von Veranstaltern wie denen vom Ideenfangwettbewerb geschaffen worden seien.
In vielerlei Hinsicht sei der Ausflug nützlich. Man finde Gelegenheit zum Ideenaustausch und man komme auch mit Fachleuten ins Gespräch. Projektarbeit sei ohnehin eine sehr gute Methode, um zu lernen. Bei „Jugend forscht“ habe er unter anderem diese Erfahrung gemacht und befürworte nun die Idee von mehr Lernen in Projektarbeit, die auch der Philosoph Richard David Precht vertrete. An dem Projekt beteiligte Schüler können erfahren, dass sie zu Mitarbeit an aktueller Forschung fähig seien und würden so vielleicht auch ihr Talent oder ihren Traumberuf entdecken. Die Teilnahme an der Ideenexpo fungiere nämlich auch als Berufsorientierung. Insgesamt sei die Situation eine „Win-win-Situation“, denn auch Jugendliche, die die Messe besuchten, würden von die Arbeit anderer Schüler profitieren, denn sie würden sehen, was andere geschafft haben und angeregt werden, selber in dieser Richtung etwas zu erarbeiten.

Laut Carmesin habe das neue Projekt die Vorteile, dass es besonders aktuell und innovativ sei, leicht aufzubauen und die Schüler können dank der Möglichkeiten, die die Jugend forscht AG biete, auch vor Ort daran arbeiten und ihre Ideen realisieren.

Dieses Jahr besteht das Ideenexpoteam überwiegend aus erfahrenen Schülern, die vor zwei Jahren schon dabei waren, sodass, wenn die Vorbereitungen, die schon jetzt anlaufen, abgeschlossen sind, der fleißige „Ideenaustausch“ beginnen kann.

Die Projektentwickler Luise Kranzhoff und Mika Dede (Vordergrund) werden auf der Expo von den Klassenkameraden Julius Kamper, Tjark Wilzewski, Melina Umland, Adriana Dinter und Rieke Heitmann unterstützt. Jan-Oliver Kahl vom Gymnasium Bremervörde gehört ebenfalls zum Team der Entwickler.

Vorschau