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  1. 2013

Unsere Augen im All – sehen Satelliten wirklich alles?

Jens Wiebusch zum Vortrag zur Satelliten-Technik und der Verwendung solcher Bilder aus dem All von Prof. Dr. Manfred Ehlers.

Am Anfang des Vortrages witzelte Prof. Dr. Ehlers über Film-Satelliten aus Filmen wie zum Beispiel „24 – Twenty Four“, eine Sendung bei der Jack Bauer Terroristen mit Hilfe von Satelliten Meter genau Orten kann und nur noch zuschnappen muss. Er verdeutlichte, dass dies in der Realität so nicht möglich sei und dass kein „Big Brother“ im All über uns aufs Kleinste aufpasse. Auch, wenn dies bald möglich sein könnte, da sich die Technik der Fernkunde seit der Erfindung der Kamera im 19. Jahrhundert grundlegend revolutioniert hat. So gibt es schon Satelliten mit einer Bodenauflösung von 0,5 m, mit der man, so scherzt der Wissenschaftler, wohl schon erkennen könne, ob man die Bild Zeitung oder das Stader Tageblatt liest. Dass die Amerikaner zurzeit einen Satelliten mit einer Bodenauflösung von 30 cm bauen, sollte uns jedoch nicht beunruhigen.
Überwiegend werden solche Satelliten von Archäologen, Klimaforschern, Meteorologen und zum Katastrohen-Management, wie zum Beispiel zurzeit an der Elbe, verwendet.
Für die wissenschaftliche Verwendung können diese Bilder nicht so bleiben, wie man es vielleicht von Google-maps kennt. Daher werden sie modifiziert. Bilder, die aus drei Farbkanälen entstehen, werden mit unterschiedlichsten Infrarot- oder Radardaten gespickt. So lässt sich zum Beispiel die im Infrarot rötlich dargestellte Vegetation leichter erkennen, als auf normalen Bildern. Dies basiert auf der Zusammensetzung der Chloroplaste der Pflanzen, die Infrarot sehr gut wiedergeben.
Dies zeigte der Professor auf „Buenos Dias - schönen Dias“, wie er selbst sagte.
Zuletzt klärte er die Frage: „Warum ist der Himmel eigentlich blau?“
Dieses Phänomen lässt sich sehr einfach mit der hohen Streurate des blauen Lichtes erklären. Das blaue Licht wird an der Atmosphäre am stärksten gebrochen und daher erscheint uns der Himmel blau.
So endet der interessante Vortrag, der sehr viel Zuspruch erhielt, mit einer Menge neuer Erkenntnisse im fachlichen Bereich und dem guten Gefühl, nicht ständig überwacht zu werden.

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