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  1. 2013

Athenaeum-Lehrer Dennis Röder mit dem „Deutschen Lehrerpreis 2013“ ausgezeichnet

so erschienen im Stader Tageblatt am 26.11.2013

Seine Schüler liegen ihm am Herzen. Bescheiden und unaufgeregt kommt Dennis Röder daher, der seit 2008 am Stader Gymnasium Athenaeum Englisch und Geschichte unterrichtet – letzteres auch gelegentlich in englischer Sprache. Für sein besonderes pädagogisches Engagement wurde der 36-Jährige am Montag in Berlin mit dem „Deutschen Lehrerpreis 2013“ ausgezeichnet.

Schüler seines ehemaligen Geschichts-Leistungskurses hatten Dennnis Röder für den Preis in der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ vorgeschlagen, weil er sie in besonderer Weise unterstützt und geprägt hat. Einige der jungen Leute hatte Röder von der siebten Klasse an durch ihre Schulzeit begleitet.

Mit seinem Geschichtskurs war Röder seinerzeit außerplanmäßig zum Thema Nationalsozialismus für ein Wochenende nach Berlin gereist, um mit den Schülern die einschlägigen Stätten und Museen über die NS-Zeit zu besuchen. „Mir ist der Kontakt zu den Schülern über den Unterricht hinaus wichtig“, sagt Dennis Röder. So könne er eine Beziehung zu ihnen aufbauen, die ein gutes Lernklima zulasse. Die Schüler sollten ihn alles fragen können und Klarheit darüber haben, was er von ihnen erwarte.

Im Unterricht ließe er ihnen viele Freiräume, eigene Vorschläge einzubringen. Seine Schüler sollten nicht stupide Jahreszahlen auswendig lernen, sondern die geschichtlichen Zusammenhänge verstehen und sie auf Ereignisse in der Gegenwart anwenden können.

„Wie spannend und aktuell Geschichte sein kann und wie Lügen und Verfälschungen entstehen“, das wolle er seinen Schülern vermitteln. Neben der Faszination für das Fach Geschichte ist es die Leidenschaft am Lehrerberuf, die ihn antreibt: „Ich habe in den vergangenen Jahren in diesem Job selbst unglaublich viel gelernt bei neuen Themen – und auch von den Schülern“, sagt Röder.

Seine Motivation: Schüler über einen längeren Zeitraum zu fördern, ihnen Anregungen zu geben und Fortschritte zu sehen. Ein „Danke“ habe er dafür nie erwartet. Umso mehr habe ihn die Auszeichnung gerührt, sagt Dennis Röder, gerade weil Lehrer ein solches Lob im Unterrichtsalltag häufig nicht erführen.

Schon früh habe für ihn festgestanden, dass er Lehrer werden wollte – gewiss auch deshalb, weil ihn sein eigener Geschichtslehrer geprägt hat.

Dennis Röder steht gern vor der Klasse, hat sich in der Schule und vor allem am Athenaeum von Anfang an wohl gefühlt. Ohnehin habe er immer Glück gehabt, betont Röder. Gern denkt er zurück an die Menschen, die ihn auf seinem Weg unterstützt haben: eine Professorin an der Uni während des Lehramtsstudiums in seiner Heimatstadt Siegen und ein Studienleiter während des Referendariats in Gelsenkirchen. An die Uni wäre er auch gern nochmal für ein dreijähriges Gastspiel zurückgekehrt, um dort zu lehren, zu forschen und zu promovieren. Doch als Beamter war für ihn ein vorübergehender Wechsel an die Uni fast unmöglich; der Pädagoge hätte sich da mehr Unterstützung vom Land gewünscht.

Am Athenaeum sind sie froh, dass Röder nicht vorübergehend an der Uni unterrichtet. So wurde er denn auch gleich zum Fachobmann für Geschichte gewählt und stellt sich nun neuen Herausforderungen. Dazu gehört auch eine Geschichts-AG, die Dennis Röder zusammen mit Alice von Plato anbietet. Gemeinsam wollen sie die Schüler für Geschichtswettbewerbe fit machen.
Deutscher Lehrerpreis

Insgesamt wurden 16 Lehrkräfte und sechs Unterrichtsprojekte aus neun Bundesländern ausgezeichnet. An die 3500 Schüler und Lehrer beteiligten sich an dem bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis 2013“ der Vodafone Stiftung Deutschland und des Deutschen Philologenverbandes. Meldungen für 2014 sind ab sofort möglich.

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