von Luise Kranzhoff
Überall - auch am Athenaeum natürlich - wird geniest und geschnieft
und dafür ist nicht immer eine Erkältung verantwortlich.
Denn es fällt auch auf, dass viele Menschen allergisch reagieren,
also mit geschwollenen und roten Augen herumlaufen. Aber was ist
dafür verantwortlich, wo wir doch eigentlich noch Winter haben und
es keine Pollen geben dürfte?
Tatsache ist, dass doch die Pollen Schuld am vielen Naseputzen
sind. Denn, obwohl noch keine Blätter an den Bäumen sind, blühen
zum Beispiel schon ab Anfang Februar Haselnussbäume und Erlen. Ihre
Pollen gelangen mit dem Wind zu den sehr kleinen weiblichen Blüten.
Das macht den Kontakt mit einem darauf allergisch reagierenden
Menschen wahrscheinlicher, denn die ganze Luft ist voller
Allergene.
Ein Grund dafür, dass wir die Blüten nicht wahrnehmen, ist, dass
sie unscheinbar aussehen, da sie durch die Windbestäubung keine
Insekten durch auffällige Farben anlocken müssen.
So sind also die kleinen würstchenartigen Blüten der Haselnussbäume
für das ganze Geschniefe um einen herum verantwortlich.
Aber warum reagieren wir eigentlich allergisch? Was ist das für
eine Reaktion?
Bei Berührung der Pollen mit der Schleimhaut werden Proteine
freigesetzt, die zu einer abwehrenden Überreaktion des Körpers
führen.
Zudem wurde die Erkenntnis veröffentlicht, dass die Anzahl der
Allergiker von Jahr zu Jahr steigt. Die Gründe dafür können unter
anderem die Zunahme von Allergenen, das Auftreten neuer Allergene,
die Allergie fördernde Umweltverunreinigung und das zu wenige
Strapazieren von kindlichen Immunsystemen sein.
Mit der jetzigen allergischen Phase ist die Zeit der Allergien für
viele aber noch nicht ausgestanden. Obwohl Erlen-Pollen unter
anderem als sehr aggressiv gelten, wird die „Hochsaison der
Allergene“ erst im April und Mai sein.
Bis zum Oktober kann man mit allergischen Reaktionen rechnen.
Für einige bleibt dann nur: sich regelmäßig nach einer
Pollenflugvorhersage erkundigen.
Nachgedacht über...
...Heuschnupfen im Winter



