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Impressionen der "Raumgeschichten" - eine Klanginstallation zum Mythos Athenaeum

Fotos:Sönke Dwenger www.soenke-dwenger.de

Wenn ein Gebäude seine Bewohner, eine Institution ihre Insassen überdauert, sammelt sich an diesem Ort eine unsichtbare, unhörbare, aber dennoch wirksame Alltagsgeschichte an – all die Gefühle, Erlebnisse, Ereignisse und Worte, die sich an diesen Ort, an ein Gebäude, an eine Institution heften, machen aus simplen Steinen und Fenstern einen mythischen Ort, der manchmal über Generationen hinweg Verbundenheit und Abneigung, Erinnerung und Vergessen, Alltag und festliche Momente, grosses Glück und manche Enttäuschung in sich aufsaugt, jenseits von offiziellen Akten und grosser Geschichte.
Das Athenaeum ist ein solcher mythischer Ort, für inzwischen hunderte von Schülergenerationen – und auch für mich als ehemaligen Schüler. Die Grundidee der "Raumgeschichten" ist, für einen Tag diesen Alltagsmythos des Athenaeums sichtbar und hörbar zu machen, ihn zum Klingen und Sprechen zu bringen und so die Wirklichkeit, die das Athenaeum in den Köpfen und inneren Welten seiner Schüler, seiner Ehemaligen, seiner Lehrer und seiner Angestellten darstellt, in künstlerischer Form zugänglich und erlebbar zu machen. In diesem Kontext geht ein tiefer Dank an all die vielen Ehemaligen des Athenaeum, die uns ihre Erinnerungen und Erinnerungsstücke geschickt haben - und uns so nacherleben liessen, wie es einmal am Athe war.
Eine Idee zu haben ist nur der erste Schritt – sie muss auch mit Leben gefüllt werden: Ich möchte mich ganz ausdrücklich bei den Dutzenden von hochengagierten Lehrern, freiwilligen Helfern und vor allem bei den hunderten von Schülern bedanken, die alle über Monate hinweg mit ihren Einfällen, ihren Beobachtungen, ihrem praktischen Einsatz weit über das Erwartbare hinaus und mit ihrer Begeisterungsfähigkeit den Altbau des Athenaeums in ein derart mythisches Gebäude verwandelt haben, wie sie es heute erleben.
Flanieren Sie, hören Sie zu, schauen Sie genau hin, lesen Sie, lächeln Sie – und entdecken Sie dabei ihren ganz eigenen Athenaeums-Mythos !!!
Sandeep Bhagwati, Abitur 1982

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