Es gibt viele Hobbys, wie zum Beispiel Fußball, Badminton oder
Tennis. Dies sind Hobbys, welche viele Kinder und Erwachsene
interessieren, sodass die Vereine in diesen Sportarten viele
Mitglieder haben.
Hier wollen wir mal über eine andere, außergewöhnlichere
Freizeitaktivität an der frischen Luft berichten: das „coole“
Segelfliegen.
Dabei geht es um das Fliegen ohne Motor, nur mit Auftrieb durch den
Wind und die Thermik. Bei Thermik handelt es sich um Höhenwinde,
die Auftrieb verschaffen. Sie treten unsichtbar und mit einer
zylinderartigen Form in der Luft auf. Um Höhe zu gewinnen, fliegt
ein Pilot eines Segelflugzeuges in die Thermik ein und kreist
darin. Doch die Thermik muss der Pilot erkennen, bevor er in der
Spirale kreist. Dafür hat er das so genannte: „E-Vario“. Das
Variometer zeigt das Steigen und Sinken in Metern pro Sekunde an.
Dabei gibt das „E-Vario“ zwei Töne ab, einen hohen und direkt
danach einen tiefen. Dieses wiederholt sich immer wieder. Ist gute
Thermik vorhanden, also kann man steigen, wird die Folge der Töne
schneller. Wenn die Töne dann wieder langsamer hintereinander
folgen, weiß der Pilot: „Der Flieger sinkt!“
Nachgedacht über...
...ein außergewöhnliches Hobby - Segelfliegen
von Sebastian Braun und Hanno v. Allwörden


Im Cockpit gibt es noch viele andere Systeme, die der Besatzung
helfen. Wichtig ist der Fahrtmesser: Er zeigt die Geschwindigkeit
in Kilometern pro Stunde an. Die Geschwindigkeit wird am Gegenwind
gemessen. Es kann sogar manchmal sein, dass man 80km/h auf dem
Fahrtmesser stehen hat und wenn man herunterschaut, bemerkt man,
dass man fast steht. Das heißt, man steht fast in der Luft.
Im Cockpit gibt es drei Variometer, die man braucht, um die Thermik
oder eben das Steigen zu erkennen. Es wird unterschieden zwischen
dem E-Vario und dem normalen Variometer. Das normale Variometer hat
denselben Zweck wie das E-Vario, nur, dass das Variometer keine
Signaltöne abgibt. Ein weiteres Instrument im Cockpit eines
Segelflugzeuges ist der Höhenmesser. Der Höhenmesser gibt, wie der
Name schon sagt, die Höhe über Grund an.
Doch wie kommt das Segelflugzeug überhaupt in die Luft?
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der Flieger startet. Eine
Möglichkeit ist der Flugzeugschlepp oder F-Schlepp. Dabei wird das
Flugzeug mit einer Leine an einem Schleppflugzeug befestigt und so
in die Luft gezogen. Ausgeklinkt wird meistens in einer Höhe von
1000 Metern.
Die andere Startmethode ist der Windenstart. Dafür wird eine
Startwinde, kurz: Winde, benötigt. Die Winde zieht das Flugzeug in
die Luft. Die Ausklinkhöhe ist vom Wind abhängig. Bei viel Wind ist
sie höher und bei weniger bis keinem Wind beträgt sie am Flugplatz
Stade-Ottenbeck 300 Meter.
Es gibt einige gefährliche Situationen, wie zum Beispiel das
Trudeln. Das Trudeln wird hervorgerufen, indem der Pilot den
Langsamflug ausführt. Man hebt die Nase an und dadurch wird die
Geschwindigkeit langsamer. Wenn man nun das Querruder betätigt,
reißt die Strömung ab und man gerät ins Trudeln. Das ist also
etwas, was man nicht unbedingt ausprobieren sollte.
Beim Segelfliegen muss man auch funken. Das Rufzeichen des
Schulungsflugzeuges, der Schleicher ASK-13, oder kurz, Ka 13,
lautet: Delta 3756. Delta ist aus dem Fliegeralphabet und steht für
den Buchstaben D. Alpha steht für A, Bravo für B und so weiter.
Aber am Flugplatz fliegt man ja auch nicht immer, sondern man
fertigt auch Flugzeuge ab, also macht sie startbereit, schleppt die
Flugzeuge von der Landeposition zurück zur Startposition, holt die
Seile von der Winde zur Startbahn und sagt dem Mann an der Winde
Bescheid, wann das Flugzeug startbereit ist. Dort auf dem Flugplatz
dürfen sogar Minderjährige Auto fahren. Die Autos sind zwar alt,
aber dennoch für den Flugplatz gut geeignet. Da die Autos schon
recht alt sind, geht auch regelmäßig an ihnen etwas kaputt. Dafür
gibt es auf dem Flugplatz die Werkstatt. Hier gibt es jede Menge
Material, mit dem man die Autos reparieren kann.
Jetzt im Winter kann man nicht Segelfliegen. Im Winter nimmt man
größere Reparaturarbeiten an den Flugzeugen und Autos vor. Diese
Arbeiten nennt man: „Winterdienst“. Er dauert leider lange (von
Oktober und meistens wieder im März) bis der Frost vorüber ist und
man wieder einen ganzen Tag draußen sein kann, ohne, dass man
erfriert.
Das Segelfliegen macht Spaß und ist ein spannendes Hobby. Es ist
cool, finden wir, und wenn man es wirklich kann, bringt es sehr
viel Spaß.


