Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und
Kollegen,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Ehemalige und Freundinnen
und Freunde des Athenaeums,
„Das neue Jahr sieht mich freundlich an, und ich lasse das alte mit
seinem Sonnenschein und Wolken Ruhig hinter mir“
(J.W. Goethe, Briefe. An Kaspar Lavater, Ende Dezember 1783)
Goethe verfasste diesen Brief in sehr unruhigen Zeiten, dem
Zeitraum zwischen der amerikanischen und französischen Revolution,
unter ganz einzigartigen politischen und gesellschaftlichen
Umständen.
Trotzdem erinnert der große Dichter auch uns mit diesem Zitat
daran, stets positiv und optimistisch auf das neue und mit aller
Gelassenheit auf das alte Jahr zu blicken.
Keinesfalls bedeutet es aber, die positiven und negativen
Ereignisse zu vergessen. Mir persönlich gefällt dabei sein Bild mit
dem Sonnenschein und den Wolken sehr gut, zeigt es doch den
stetigen Wandel, das Auf und Ab, die Unwägbarkeiten und
Unvorhersehbarkeiten, denen wir alle, und damit auch unsere
Schulgemeinschaft, unterliegen.
Festzuhalten ist, dass es auch im Jahr 2019 viel „Sonnenschein“ für
das Athe in zahlreichen Facetten gab.
Neben den sportlichen Erfolgen unserer Mannschaften im Handball,
Basketball und Schach, gab es auch erneut große, wärmende
Sonnenstrahlen im Bereich der Musik. Zu nennen sind hier
beispielsweise die vielen gewonnen „Tonis“ beim Wettbewerb Jugend
musiziert.
Beim Robocup erwärmte uns der Titel des Vize-Europameisters und
beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gab es einen
Landespreis.
Mit großer Helligkeit erstrahlte im vergangenen Jahr auch das
Engagement unserer Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte in den
Bereichen Demokratieerziehung und gesellschaftliche Verantwortung.
Ich denke hier an die Podiumsdiskussion zur Europawahl, die
Juniorwahl, die Auszeichnungen als Humanitäre Schule und Schule
ohne Rassismus -Schule mit Courage.
Auch der Beginn der Bauarbeiten an unserem neuen Erweiterungsbau
ist ein ein echter Lichtblick angesichts unserer angespannten
Raumsituation in Folge der Umstellung auf G9.
Mir ist bewusst, dass der Rückblick nicht den Anspruch auf
Vollständigkeit erheben kann, so zahlreich sind die Sonnen, die an
unserer Schule strahlen. Oft sind es gerade auch die Begebenheiten,
die ganz persönlicher Natur sind und die sich für das Jahrbuch gar
nicht erfassen lassen. Anderes fällt einem vielleicht erst wieder
ein, wenn man die nachfolgenden Seiten erkundet. Die aufgeführten
Ereignisse werden aber erkennen lassen, dass der Wettergott im
vergangenen Jahr ziemlich wohlwollend dem Athenaeum gegenüber war.
Eine dunkle Wolke mit einem großen Schattenwurf nicht nur auf die
betroffenen Lehrkräfte, sondern auch auf die Schülerinnen und
Schüler und letztlich auf die ganze Schulgemeinschaft, waren die
zahlreichen Abordnungen an insgesamt fünf Schulen verschiedenster
Form. Mein großer Dank geht dabei an das gesamte Kollegium. Nicht
nur an diejenigen, die in diesem und im vergangenen Schuljahr
abgeordnet waren, sondern auch an alle übrigen, die am Athenaeum
den Unterricht und den Schulbetrieb aufrechterhalten haben.
Leider ist davon auszugehen, dass auch in 2020, wenngleich in
geringerem Maße, mit diesen Wetterkapriolen zu rechnen sein wird.
Ich bin aber davon überzeugt, dass wir als Schulgemeinschaft des
Athenaeums allen Wetterbedingungen des neuen Jahres trotzen werden.
Wir sollten, um mit Goethe zu sprechen, „freundlich“ und positiv
gestimmt auf das neue Jahr schauen. Schließlich wird unser Neubau
fertiggestellt werden, wir werden unseren 13. Jahrgang
wiederbekommen und damit dann auch endlich wieder ein vollständiges
Gymnasium sein.
Zum Ende danke ich allen Ehrenamtlichen an unserer Schule für ihren
großartigen Einsatz. Mein besonderer Dank gilt dabei der Kabuschka.
Aber auch die Lehrkräfte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
tragen dazu bei, dass das Athenaeum in Zukunft einen Platz an der
Sonne haben wird. Deshalb gilt meine Hochachtung Ihnen und Ihrem
Engagement.
Ich wünsche Ihnen nun ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein gesundes
und erfolgreiches Jahr 2020 und Gottes Segen,
Martin Niestroj
-Schulleiter-



